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Verschiedene Abteilungen und Gruppen
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Keine Organisation ist eine grosse, homogene Masse von Personen, die alle gleich aussehen und dieselbe Sprache sprechen. Es existieren vielmehr verschiedene Abteilungen mit verschiedenen Funktionen. Diese Gruppen entwickeln ihre eigenen kollektiven Identitäten und Schutzmechanismen. Sie haben ihre eigene gemeinsame Sprache, Kleidung, Kultur und Rituale. Nichts davon ist offenkundig. Nach aussen hin bleiben diese Gruppendifferenzen unausgesprochen und unerkannt. Trotzdem sind sie vorhanden. Sie sollten versuchen, die verschiedenen Gruppen zu verstehen, und sich fragen, ob Ihre eigene Gruppe gesund und produktiv ist. Funktioniert die Kommunikation? Hat sich eine gemeinsame Sprache aus der Zusammenarbeit ergeben? Selbst der physische Standort ist wichtig. Ist eine Abteilung in ein separates Gebäude ausgelagert, ist sie von den übrigen Gruppen isoliert. Isolation kann Entfernung zum Machtzentrum und Vergessen bedeuten. Sie kann der Gruppe aber auch ein Identitäts- und Elitegefühl geben. Wer über die Organisation Bescheid weiss, weiss, welche Gruppen existieren, welche Funktionen sie erfüllen, welche am mächtigsten, welche am wenigsten effektiv sind, welche den grössten Teil des Budgets ergattern. Sie müssen die Gruppen nach zentraler und marginaler Bedeutung unterscheiden. Stellen Sie die Unterschiede in Funktion, Bild und Sprache fest, damit Sie diese Barrieren überwinden können. Täglich sollten Sie Kontakt mit anderen herstellen, an die Sie sich um Information und Hilfe wenden können. Sondieren Sie, welche Politik die übrigen Gruppen betreiben. Wer ist der Häuptling? Wer wird vom inneren Zirkel ausgeschlossen? Wer diese interne Politik kennt, kann sie effektiver bewältigen. Wer etwas erreichen will, muss sich auch die rituellen Klagen anhören. Den Verkäufer müssen Sie trösten, dem Produktionsleiter bestätigen, das Sie von seiner Überarbeitung wissen oder der Finanzabteilung zeigen, dass Sie deren peinlich genaue Arbeit schätzen. Ein Organisation besteht aus lauter Gruppen. Das Bindeglied zwischen einer Gruppe und der Machtstruktur des Unternehmens kann auf die Beförderungsaussichten Einfluss haben. Wird ein Gruppenanführer Leiter des Unternehmens, wird sich jeder Gruppenangehörige wichtiger fühlen. Wenn aus Ihrer Gruppe niemand je zur Spitze vorstösst, sollten Sie sich fragen, warum. Finanzwesen, Eigenmeinung "Wir sind die Hüter der Unternehmensgelder. Wir überwachen die Kosten und Sorgen für Gewinne. Wir sind sorgfältig und vorsichtig und passen auf, dass das Unternehmen keine kostspieligen Fehler begeht. Könnte die Produktion ihren Willen durchsetzen, würden immer teurere Maschinen unsere Gewinne auffressen. Der Verkauf würde zuviel Geld für unrentable Werbung ausgeben." Finanzwesen, Fremdmeinung "Das sind Detailverwalter ohne Weitblick. Sie sind viel zu vorsichtig und von Messgrössen geradezu besessen. Sie sind vielleicht gut in der Kostenkontrolle, aber sie erarbeiten keine Gewinne." Produktion, Eigenmeinung "Wir stehen im Kesselraum des Unternehmens, machen unsere Hände schmutzig, sorgen für die Produktion. Ständig wird uns etwas vom Verkauf und vom Finanzwesen diktiert, die unsere Problem nicht einmal verstehen. Wir arbeiten hart und ohne zu klagen, aber ohne genügend Anerkennung. Wir sind es schliesslich, die die Güter produzieren. Ohne uns gäbe es kein Geschäft." Produktion, Fremdmeinung "Sie sind obstruktiv und widerspenstig, kapseln sich ab in ihrer eigenen Welt, kennen die wahren Bedürfnisse unserer Kunden nicht. Sie sind kurzsichtig, sehen nicht, dass das Unternehmen auch aufgrund anderer lebt. Sie sind besessen von Terminen, Plänen, Rohstoffen, Qualitätssicherung und was sonst noch allem!" Marketing, Eigenmeinung "Wir verkörpern das Geschäft. Wir kennen die Richtung und entscheiden über den richtigen Kurs. Wir haben den notwendigen Weitblick, um auf Veränderungen einzugehen und den zukünftigen Erfolg zu planen. Wir müssen gegen die festgefahrenen, engstirnigen Einstellungen des Finanzwesen, des Verkaufs und der Produktion kämpfen. Die Zukunft des Unternehmens ist bei uns sicher." Marketing, Fremdmeinung "Sie sind Visionäre, die so fleissig in die Sterne schauen, dass sie die Schlaglöcher vor sich nicht sehen. Sie haben den Kontakt zur Tageswirklichkeit des Geschäfts verloren, so eifrig sind sie dabei, die Zukunft zu planen. Sie sollten lieber ihre Ärmel hochkrempeln und sich an ehrliche Arbeit machen." |